Tuesday, 15 January 2019

Hör auf zu prokrastinieren und lebe! Wie man die 3-Sekunden-Regel im Alltag anwendet.





Lieber Mensch. Hör auf zu prokrastinieren. Mit jeder Entscheidung, etwas nicht zu tun, läufst du vor deinem eigenen Leben und den Möglichkeiten davon, die es dir bieten kann. Und wenn du immer vor dem wegläufst, was du eigentlich willst, kommst du niemals dort an, wo du eigentlich hin willst. Natürlich ist das leichter gesagt, als getan und aller Anfang ist schwer. Ich selbst kenne diese Phasen, in denen es einem schwer fällt, sich aufzuraffen, oder diese diffuse Angst vor was auch immer. Wichtig ist nur, dass man sich trotz aller Widerstände aufrafft, und etwas tut.

Die einzige Person, die einen im Endeffekt daran hindert, glücklich zu sein, ist man selbst. Alles andere sind nur Ausreden.




Kennst du schon die 3-Sekunden-Regel?

Nein? Dann erkläre ich sie dir.
Wenn du das Gefühl hast, dass du etwas machen willst, dass du etwas tun willst (oder musst), dann zögere nicht länger als 3 Sekunden. Denn wenn du länger als 3 Sekunden überlegst, besteht nur noch eine geringe Chance, dass du überhaupt etwas tust.

Denn wenn dein Gehirn eine vermeintliche Gefahrensituation erkennt, dann passiert folgendes: dein Körper schüttet Adrenalin aus, Muskelverspannungen treten ein, man atmet schneller und allmählich fängt man an zu zittern und die Angst setzt ein. In extremen Fällen führt diese Angst sogar zur Bewegungsunfähigkeit.

Aber auch ohne diese extremen körperlichen Reaktionen gibt es einen anderen Faktor, der dir nach 3 Sekunden deine Handlungsfähigkeit madig macht: dein Kopf. Er wird dir tausend Gründe nennen, diese Sache, die du machen möchtest oder willst oder musst eben doch nicht zu tun.
Und das hemmt.

Denke nur an das leidige Thema Gefühle – oder daran, diese zu zeigen: z.B., wenn du nicht weißt, ob du den tollen Kerl im Supermarkt vor dem Marmeladenregal ansprechen sollst. Oder wenn du einen Brief an den Mann geschrieben hast, der dir am meisten bedeutet und in dem du deine wahren Gefühle offenbart hast und dich nicht traust, ihn in den Briefkasten zu werfen.
Oder wenn du vielleicht endlich den Richtigen getroffen hast, der dir den Boden unter den Füßen weggezogen hat und dir Schmetterlinge im Bauch verursacht und bei welchem jede Faser deines Körpers dir laut zuschreit: Küss ihn! … und du dich doch nicht traust.

Dann sagst du dir selbst: ja, aber was ist denn, wenn er mich doch nicht will? Was, wenn er mich wegstößt weil er sich denkt: warum will die Olle mich jetzt küssen? Das macht doch der Mann! Was ist, wenn er meine Worte liest und mich auslacht? Was ist, wenn der Mann vor dem Marmeladenregal mich nach meiner Ansprache nur mit großen Augen von der Seite anschaut wie ein rotes Pferd?

Dasselbe gilt auch für das Thema Sport.
Du kennst sicher diese Gedanken: Es tut ja gut. Und eigentlich macht es ja auch Spaß, schwimmen zu gehen. Und ich weiß, es ist echt gut für die Gelenke und viel besser als joggen. Und das Schwimmbad ist gleich um die Ecke. Und eigentlich ist das Wetter so schön und ein Spaziergang würde mir definitiv sehr gut tun. Generell sollte ich ja etwas mehr Sonne tanken.
Und ja, ich könnte ja ins Fitnessstudio gehen, denn ich habe die Jahresmitgliedschaft schon längst beantragt, aber war noch kein einziges Mal dort.
Und ja, ich habe einen Hometrainer zuhause, und ich könnte ihn ja benutzen ...

Und dann kommen die Ausreden: ich kann doch nicht ins Schwimmbad gehen – ich besitze nur einen Bikini und mein Körper ist völlig deformiert, was sollen die anderen sagen? Ach, eigentlich kann ich doch auch einen Film schauen, es ist egal, dass die Sonne scheint. Sie könnte ja auch morgen noch scheinen und dann geh ich eben raus.
Für den Gang ins Fitnessstudio habe ich auch nächste Woche noch Zeit.
Und eigentlich ist es viel gemütlicher, sich jetzt aufs Sofa zu schmeißen, Chips zu knabbern und dabei einen Harry Potter Marathon zu starten. Da kann ich doch keinen Sport machen!


Weg mit den Ausreden: mach es!

Egal um welche Thematik es geht. Wenn du es willst, wenn du es brauchst, wenn es nötig ist – dann mach es. Und fackel nicht lange herum.

Alle Einwände, die du hast, sind nur die kleinen Stimmen, die tief aus deiner Comfort Zone kommen und dir sagen, dass es besser (und wesentlich gemütlicher) ist, wenn man in seinen alten Denk- und Handelsweisen bleibt.

Ich sage, das ist Blödsinn. Wenn du auf sie hörst, wirst du dich nie weiterentwickeln. Du wirst nie wissen, was geschehen wäre, wenn … du wirst in deinem kleinen Kosmos bleiben in dem das Wort Mut mit einem großen Fragezeichen versehen ist. Du wirst feige bleiben.

Wenn der Mann, dem du dein Herz offenbart hast, dich auslacht, ist er es nicht wert, weiter beachtet zu werden. Wenn er dich ansieht wie ein rotes Pferd und völlig perplex ist, dass du ihn angesprochen hast, dann lass ihn bei der Marmelade stehen und reite von dannen.
Wenn du glaubst, du bist zu dick um ins Schwimmbad zu gehen: lieber Mensch. Du überschätzt dich, wenn du glaubst, dass alle Welt dich beobachtet. Im Grunde macht jeder sein eigenes Ding. Oder um aufs Thema Schwimmbad zurückzukommen: jeder schwimmt da seine eigene Bahn.

Ob du ein Gramm zu viel hast interessiert niemanden. Und wenn doch, dann haben sie anscheinend nichts wichtigeres zu tun und sie sollten dir leid tun, da ihr eigenes Leben so langweilig ist, dass sie ihre negative Aufmerksamkeit auf ihre Umwelt richten müssen.

Als die Bilder im heutigen Post entstanden sind, waren es -5°C. Ich hatte an diesem Tag Kopfschmerzen und war leicht erkältet. Das hat mich dennoch nicht davon abgehalten, dieses fantastische, wunderbare Wetter auszunutzen und hoch auf den Mehliskopf im Schwarzwald zu fahren.

Nach einem langen Tag kam ich wieder zuhause an. So übervoll von Impressionen auf meiner Kamera und in meinem Kopf, so übermäßig ermattet von den langen Wanderungen im Schnee, halb erfroren trotz 5 Lagen Kleidung und trotz allem überglücklich und lebendig.


Auch kleine Veränderungen wirken Wunder.

Das war in meinem Fall natürlich Wandern extrem – aber selbst ein kleiner Spaziergang kann Wunder bewirken. Für dein gesamtes Bewusstsein, für deine Seele. Dein Organismus nimmt Vitamin D von der Sonne auf – sogar bei driesigem, grauen Wetter, was der sogenannten Winterdepression vorbeugt und damit für allgemeines Wohlbefinden sorgt. Und gleichzeitig hat man auch etwas für den Körper getan und kann sich vielleicht ein paar Gummibärchen gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Oder warum sich nicht während dem nächsten Binge-Watching der Lieblingsserie bei Netflix auf den Hometrainer schwingen?
Wer die Tagesschau sieht und währenddessen den Hula Hoop Reifen schwingen lässt, hat auch etwas getan und ist damit schon weiter, als er am Anfang war.
Und übrigens: eine Stunde Schwimmen kann bis zu 700 Kalorien verbrennen …

Wer mutig ist und den ersten Schritt geht, ganz allgemein gesehen, schafft sich die Möglichkeit zu einem neuen, besseren, positiveren und glücklicheren Selbst.
Selbst kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung. Und summiert gesehen können sie zu Großartigem führen.
Nein, sie WERDEN zu Großartigem führen!


Um jetzt nur mal vom Sport oder der täglichen körperlichen Ertüchtigung zu reden:
ich könnte nicht mehr ohne sie leben.
Wenn ich meine Kopfhörer einsetze und mir die Seele aus dem Leib tanze, dann fühle ich mich so frei wie sonst in keinem anderen Moment. Dasselbe fühle ich, wenn ich im Wald spazieren gehe und jeden Geruch und jedes Geräusch ganz bewusst in mir aufnehme. Oder wenn ich durch das Wasser gleite das mich trägt und mich hebt und umschmeichelt und vollkommen geborgen bin.

Und nach dem Sport bin ich so fertig und so überglücklich wie ich es nicht beschreiben kann. Die Ermattung und das Gefühl, etwas für seinen Körper und seine Seele getan zu haben, füllt den gesamten Organismus, das ganze Bewusstsein mit Glück.

Es ist ein Wahnsinnsgefühl.

Es ist nur wichtig, anzufangen.


Daunenmantel: MaoMao (ähnlich hier) | Jeans: H&M (Direktlink) | Boots: Tamaris (ähnlich hier) | Schal: Lorenzo Cana (Direktlink)


7 comments:

  1. Wirklich toll geschrieben! Gerade beim Thema Sport kenne ich das leider - ich rede mir meistens ein, jaja, später, aber wenn ich dann einmal auf dem Sofa sitze, komme ich sowieso nicht mehr hoch. Ich werde mal versuchen, ob es mit der Regel besser geht :)

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  2. Du hast auf jeden Fall recht. Eigentlich schieben wir viel zu viel vor uns her und suchen gezielt nach Ausreden. Wenn ich das nächste mal dabei bin, lästige Dinge zu verschieben, dann werde ich mich an diesen Blogpost erinnern. Wahrscheinlich wird es gleichen morgen früh beim aufstehen soweit sein :-D

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

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  3. Wow du hast so Recht damkt! Mir geht es so mit unliebsamer Post, die ich nicht öffne und dann Tagelang liegen lasse, weil ich Angst vor dem Inhalt habe. Völliger Quatch, aber das ist echt auch schlimm und bedarf Übung!

    LG,
    Ricarda
    https://wie-hund-und-katze.com/de/mantra-monday-what-is-meant-to-be/

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  4. Ein sehr interessanter Post. das mit der 3 Sekunden Regel muss ich mir merken
    Liebe Grüße Michelle von mishy-hoffmann

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  5. Einfach machen - das ist auch mein Credo!

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  6. Das leidige Thema des Aufschiebens. Ich glaube das kennen wir leider alle nur allzu gut.

    Liebe Grüße
    Jana

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  7. Ich liebe solche klaren Wintertage total :)
    Liebe Grüße, Mona

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